Die Band Koenix

Meine liebsten Mittelalter-Rock-Künstler

Als Liebhaber des Alten, der Mittelalter-Märkte und von Fantasy-Büchern/Spielen ist es nicht weiter verwunderlich, dass mein Herz auch für Mittelalter-Folk schlägt. Wenn du Anregungen suchst, mit welchen Bands du deine Playlists erweitern kannst oder einem deiner Freunde mit der selben Vorliebe eine Konzert-Karte schenken möchtest, dann lies weiter. Hier findest du sehr tolle Künstler dieses Genres und wirst bestimmt fündig.

Was ist Mittelalter-Rock?

Die Grenzen der Musik-Genres verschwimmen teilweise ziemlich stark. So ist es nicht verwunderlich, dass wir zwischen Mittelalter-Folk, Mittelalter-Rock und Folk-Rock kaum unterschiede erkennen. Oder besser: Wir benutzten für dieselbe Art von Musik verschiedene Fachbegriffe. Denn Abgrenzungen gibt es in diesen Genres definitiv und doch bedienen viele der Bands mit ihrer Musik die verschiedensten Genres. Daher lässt es sich für den Hörer teilweise sehr schwer unterscheiden, welches Genre er denn gerade im Ohr hat.
Den Mittelalter-Rock zeichnet die Verwendung von mittelalterlich inspirierten Texten, Musikinstrumenten und Bühnenshows aus. Um das Ganze mit der richtigen Portion Rock zu verfeinern, werden diese Klänge mit E-Gitarren, E-Bass und Schlagzeugen erzeugt. Viele dieser Bands verwenden, um ihre Musik mittelalterlich wirken zu lassen, Instrumente wie etwa Sackpfeifen, Harfen, Drehleiern, Schalmeien, Flöten und Lauten.
Mittelalter-Rock hat, im Gegensatz zum Pagan Metal, nur selten direkte Bezüge zur germanischen Folklore. Doch wie immer gibt es natürlich auch hier Ausnahmen – wie etwa die Merseburger Zaubersprüche, die durch Ougenweide und später In Extremo vertont wurden.

Jetzt aber genug mit den Hintergrundinformationen. Nun möchte ich dir meine Lieblinge des Mittelalter-Rock vorstellen.

Meine Top-Interpreten des Mittelalter-Rock

Da ich jetzt bereits darüber gesprochen habe, was Mittelalter-Rock eigentlich ist, möchte ich dir nun meine Lieblingsbands in diesem Genre präsentieren.

Schandmaul

1998 war ein sehr gutes Jahr für den Mittelalter-Folk oder Mittelalter-Rock. Denn in diesem Jahr betraten die Damen und Herren von Schandmaul das erste Mal die Bühne. Bei dieser Band muss ich mich definitiv als richtig harter Fanboy outen. Ich weiß nicht mehr, wie viele Konzerte ich bereits besucht habe, doch meiner Meinung nach ist sie definitiv eine der besten Bands in diesem Genre.
Ihre Texte und Klänge laden nicht nur zum Träumen oder Nachdenken ein, sondern scheinen einem teilweise auch den Weg in eine magischere Welt weisen zu wollen. Da diese Band mittlerweile schon so viele Alben und Top-Hits ihr Eigen nennen kann, fällt es mir tatsächlich schwer, den „besten“ Song für diesen Beitrag auszuwählen. Doch ich versuche, euch mal mit einem ihrer älteren Lieder einen guten Vorgeschmack zu geben. Dieses Lied wurde sogar extra für ein Computerspiel, Robin Hood – die Legende von Sherwood, komponiert.

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Mehr über diese Band erfahrt ihr unter https://www.schandmaul.de/.

Saltatio Mortis

Um Saltatio Mortis zu finden, muss man nicht allzu tief in die Wellen des Mittelalter-Folk eintauchen. Seit dem Jahr 2000 ziehen sie mit ihren Dudelsäcken und einigen anderen Instrumenten durch die Länder, um ihre Botschaften in die Welt zu tragen. Von den sieben Mitgliedern der Originalbesetzung sind bis heute noch Sänger Jörg Roth (Alea der Bescheidene) und Drehleierspieler Gunter Kopf (Falk von Hasen-Mümmelstein) dabei. Zunächst trat die Band auf Mittelaltermärkten und als Straßenmusikband auf. Mittlerweile füllt das sieben-köpfige Gespann mühelos ganze Konzerthallen.
Eine Besonderheit der Band ist ihr politisches Engagement, das neben mittelalterlichen Themen immer wieder Platz in ihren Liedtexten findet. Neben dem Lied Nachts weinen die Soldaten, welches mich sogar während meiner aktiven Zeit als Soldat zum Nachdenken angeregt hat, oder Wachstum über alles finden sich noch einige andere gute Songs, mit denen Saltatio ein Statement setzen möchte.
Doch natürlich dürfen bei einer Mittelalter-Rock-Band auch mittelalterliche Texte nicht fehlen. Hier ein kleiner Vorgeschmack und mein aktueller Lieblingssong …

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Hier erfährst du mehr über die Band https://www.saltatio-mortis.com/.

In Extremo

Mehr als 1,5 Millionen Tonträger sprechen definitiv für sich. Die 6-köpfige Band In Extremo oder kurz InEx wurde 1995 in Berlin gegründet. Ein paar Texte der Band wurden nicht selbst gedichtet, sondern stammen aus verschiedenen Regionen des europäischen Mittelalters und der frühen Neuzeit. Deshalb sind InEx auch wahre Sprachwandler – isländische, schwedische, mittelhochdeutsche, althochdeutsche, lateinische, hebräische und auch französische Texte finden sich in ihrem Repertoire.
Ähnlich wie bei Schandmaul haben auch In Extremo einen Gastauftritt in einem Spiel gehabt. Eines der bekanntesten Lieder der Band Herr Mannelig wurde im Spiel Gothic verwendet. Dieser Gastauftritt war so erfolgreich, dass der Musiksender Viva auf die Band aufmerksam wurde. Dieser Auftritt brachte den Stein ins Rollen und führte die Band Stück für Stück von den Mittelaltermärkten auf die großen Bühnen, wie etwa das Wacken Open Air oder das Nova-Rock Festival in Österreich.
Nun genug der Worte, hör einfach mal rein …

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Mehr Informationen über die Band findest du unter https://www.inextremo.de/de/.

Koenix

Noch nicht so groß wie die bisher Vorgestellten, aber nicht weniger gut ist die Band Koenix aus der Schweiz. 2009 entstand am größten Mittelalterfestival Skandinaviens, dem Medeltidsveckan in Gotland, aus einem Straßenmusik-Projekt die Band Koenix. Nach 13 Jahren Band-Geschichte hat Koenix in diesem Jahr ihr fünftes Studioalbum in Zusammenarbeit mit dem Label Hicktown Records® veröffentlicht.
Auf ihren Alben ist von akustischen Tracks – über französische, deutsche und natürlich Songs im Schweizer-Deutsch – alles zu finden. Mit ihren Instrumenten, wie etwa Dudelsack, einer Sitar und der Drehleier, erschaffen sie explosive Folksmusik, die dich in eine andere Welt transportiert.
Passend zu ihrer Herkunft und der dort heimischen Folklore treten sie auf ihren Liveshows unter anderem als gruselige Berggeister (die sogenannten Perchten) auf. Die vollautomatisierte Lasershow und Tänzer, welche die Band in märchenhaften Kostümen, als Wasserwesen, Dämonen oder Drachen begleiten, runden das Erlebnis ab. Der bandeigene Pyrotechniker sorgt für die passenden Feuerspektakel auf der Bühne. Aber nun genug der Worte, hör einfach mal rein …

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Mehr über die Band erfährst du unter https://www.koenix-band.ch/ oder https://hicktown-records.de/artists/koenix/.

Vroudenspil

Zehn Jahre und sechs Alben haben die „Spil“-Leut von Vroudenspil nun schon auf dem Buckel. Freibeuter-Folk nennen sie ihre Musikrichtung, eine wilde Mischung aus Folk-Rock, Ska, Balkan und den Einflüssen dieser Welt und darüber hinaus. Die Instrumente der acht-köpfigen Band bestehen unter anderem aus Flöten, Saxophon, Rauschpfeifen und Akkordeon. Mit diesen erschaffen sie treibende Rhythmen und atemberaubende Harmonien und Melodien, die kein Tanzbein ruhig und keinen Ohrwurm untätig lassen.
In ihren Songs merkt man die Energie, Lebensfreude, Leidenschaft und den Spaß, die in jedem der Band-Mitglieder stecken.

Wenn ihr die Band Vroudenspil noch nicht kennt, dann nutzt diese Gelegenheit und hört einfach mal rein. Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass du sofort hängen bleibst. 🙂

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Mehr über die Band Vroudenspil erfährst du unter http://www.vroudenspil.de/ oder bei Hicktown Records.

Tanzwut

Im 14. und 15. Jahrhundert tanzten große Gruppe von Menschen anscheinend willenlos, bis sie erschöpft oder verwundet zusammenbrachen. Dieses Phänomen wird als Tanzwut bezeichnet. Meiner Meinung nach ein sehr passender Name für die Band. Der Teufel höchstpersönlich steht vor dem Mikrofon und besingt zwischenmenschliche Beziehungen, Feste und Feiern. Aber vorrangig geht es tatsächlich um Emotionen und primär die Liebe.
Das mag jetzt im ersten Moment ziemlich schnulzig klingen, doch weit gefehlt!  Mit tief gesungenen deutschen Texten, Elementen des Electro und ausgeprägtem Riffing liegen diese Songs nah am Genre Neue Deutsche Härte. Mit dem Album Weiße Nächte hat die Band dem Electro den Rücken gekehrt und Dudelsäcke sind in den Vordergrund gerückt. Dadurch ist die Band dem Mittelalterrock noch näher gekommen. Imposante Live-Auftritte mit richtig krassen Outfits und Choreographien runden das Repertoire der Band ab.

Und jetzt lassen wir den Teufel mal aus dem Sack … 😉

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Weitere Informationen zur Band findest du unter https://tanzwut.com/.

dArtagnan

Manchmal hat man das Gefühl, dass Musikern wirklich langweilig sein muss. Ben Metzner, der Sänger von Feuerschwanz, hat im Jahr 2015 eine weitere Band gegründet – dArtagnan. Die Erfinder des Musketier-Rock verzeichnen mittlerweile ihr viertes Album und ich hoffe natürlich, dass noch weitere folgen werden.
Da die Texte teilweise sehr seicht sind und zum Mitsingen einladen, wird der Band durch Kritiker eine gewisse Nähe zur Volksmusik zugesprochen. Ob das nun gut oder schlecht ist, solltest du selbst beurteilen. Dass ihr erstes Album Seit an Seit direkt auf Platz 7 der Albumcharts eingestiegen ist, sollte auf jeden Fall zeigen, dass die Musik einen gewissen Qualitätsstandard hat.
Die rockige und folkige Musik ist perfekt, um mit seinen Freunden bei dem ein oder anderen Glas Met der Lebenslust zu frönen.

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Mehr über die Band erfährt du auf ihrer Webseite.

Schlusswort

Hoffentlich hat dir dieser Beitrag gefallen und du konntest sogar den ein oder anderen neuen Künstler für dich entdecken. Teilweise ist es gar nicht so einfach, neue Künstler einer bestimmten Nische zu finden, und ich persönliche freue mich immer wieder über eine Neuentdeckung. Wenn du noch weitere Künstler entdecken möchtest, kannst du dich gerne an meiner Spotify-Playlist erfreuen. Solltest du noch Fragen oder Anregungen haben, dann scheue dich nicht, diesen Artikel zu kommentieren, und natürlich freue ich mich auch über jeden einzelnen Follower auf meiner Playlist, bei Facebook oder Instagram.



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