Odin der Göttervater

Odin der Wanderer auf Thron mit Huginn, Muninn, Geri und Freki

Odin ist der Hauptgott der nordischen und germanischen Mythologie. In der eddischen Dichtung wird er als Göttervater, Kriegs- bzw. Totengott, Gott der Dichtung und Runen sowie Gott der Magie dargestellt. So viele Gestalten wie Odin in der eddischen Saga hat so viele Namen trägt er auch. Die Namen Odin, Wodan und Wotan betiteln alle den selben Gott jedoch in den verschiedenen Regionen der einst heidnischen Kulturen. Der bekannteste Name – Odin – stammt aus den skandinavischen Landen, Wodan ist der Titel aus dem südgermanischen Raum wobei Wotan die neuhochdeutsche Lautung Odins ist.
Der älteste schriftliche Nachweis des Namens Wodan gehen aus einer Fibel hervor die auf das Jahr 600 vor unserer Zeitrechnung datiert wurde. Die Runenschrift der Bügelfibel aus Nordendorf ist im dem alten Futhark zuzuordnen und lässt sich unter anderem in Wodan und Donar übersetzen.

Wer ist Odin?

Odin reitet jeden Morgen auf seinem achtbeinigen Ross Sleipnir und mit seinen beiden treuen Raben Hugin und Munin („Gedanke“ und „Erinnerung“) über den Morgenhimmel und erkundet die Welt. Seine Raben erzählen ihm jeden Tag was in der Welt passiert. Damit er in den anderen Welten nicht erkannt wird verändert er seine Gestalt vor dem Zusammentreffen mit Menschen oder Riesen. Meist nimmt er dabei die Gestalt eines Wanderers an. Deshalb wird er auch Odin der Wanderer genannt. Im Laufe der Geschichte verliert Odin eines seiner Augen an den Riesen Mimir der Ihm durch dieses Opfer verspricht in die Zukunft sehen zu können. Aufgrund dessen ist Odin auch auf den meisten Darstellungen mit nur einem Auge zu sehen. Mit seinem Speer Gungnir hat Odin Krieg in die Welt gebracht indem er ihn gegen die Wanen einsetzte. Es gibt viele Geschichten über Odin zu viele um diese hier alle zu erläutern. Eine sehr wichtige ist jedoch folgende…

Odin und die Macht der Runen

Die Nornen, die Schicksalspinner, waren in der Lage Runen zu schreiben. Da sich die Runen nur den „Würdigen“ Offenbaren war Odin neidisch auf die Nornen denn er war beharrlich auf der Suche nach Weisheit. Um die Fähigkeit zu erhalten ebenfalls Runen verwenden zu können hängt sich Odin für neun Tage und neun Nächte an seinem eigenen Speer an den Weltenbaum Yggdrasil um sich als würdig zu erweisen bis Ihm die Runen erschienen.
In Odins Runenlied 138 der Lieder-Edda (Havamal) steht folgendes geschrieben:

Vom Speer verwundet,
dem Odin geweiht,
mir selber ich selbst,
am Ast des Baums,
dem man nicht ansehen kann,
aus welcher Wurzel er spross.

Edda, Odins Runenlied (1)

Durch dieses Selbstopfer war Odin in der Lage die Runen mit all ihren Facetten zu nutzen.


Kommentare

  1. ublich. Der alteste schriftliche Nachweis des Namens ist eine Runeninschrift auf einer Bugelfibel von Nordendorf aus dem sechsten Jahrhundert n. Chr., die neben anderen Namen

Füge einen Kommentar hinzu

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.